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Halte­verbot in verschiedenen Städten: Was unter­scheidet sich?

Halteverbot beantragen: Unterschiede zwischen Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt – Kosten, Dauer, Zuständigkeit im Vergleich.

Stand: 21. April 2026 · Redaktionell geprüft

Einleitung

Die StVO ist bundesweit einheitlich, aber die Umsetzung des Halteverbots unterscheidet sich von Stadt zu Stadt. Gebühren, Bearbeitungszeiten, zuständige Behörden und Online-Services variieren erheblich.

Vergleichstabelle

BerlinHamburgMünchenKölnFrankfurt
ZuständigStraßenverkehrsbehörde (Bezirk)PolizeikommissariatMobilitätsreferatAmt für öffentliche OrdnungStraßenverkehrsamt
Vorlaufzeit6 Wochen empfohlenMind. 14 Tage3 bis 4 Wochen empfohlen3 bis 4 WochenMind. 14 Tage
GebührAb 21 EUR (Umzug gesamt 250 bis 350 EUR)30 bis 200 EURNach Aufwand (keine festen Sätze)36 EUR erster Tag, 18 EUR je Folgetag45 EUR (bis 1 Woche)
Vorlaufzeit Schilder3 Tage3 bis 4 Tage3 Tage3 Tage3 Tage

Berlin

In Berlin ist die Straßenverkehrsbehörde des jeweiligen Bezirks zuständig. Es gibt 12 Bezirke, jeder mit eigener Behörde. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt 4 Wochen. Ein Vorlauf von 6 Wochen wird empfohlen.

Die Mindestgebühr liegt bei 21 EUR. Für einen typischen Umzug (1 Tag, eine Straßenseite) betragen die Gesamtkosten inklusive Schildermiete und Aufstellung 250 bis 350 EUR. Am Wochenende fällt ein Zuschlag von 50 % an.

Besonderheiten: Bearbeitungszeiten variieren nach Bezirk. Zur Umzugs-Hochsaison (Monatsende, Quartalswechsel) dauert es länger. In Parkraumbewirtschaftungszonen (Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain) wird der Antrag besonders geprüft.

Halteverbot in Berlin →

Hamburg

In Hamburg ist das zuständige Polizeikommissariat Ansprechpartner für Halteverbots-Anträge. Die Mindestvorlaufzeit beträgt 14 Tage. Die Schilder müssen mindestens 3 bis 4 volle Tage vor Beginn aufgestellt werden.

Die Gebühr liegt zwischen 30 und 200 EUR, abhängig von Dauer und Umfang. Die Kosten für Schilder kommen separat hinzu. Bei Antragstellung durch Dritte ist eine Vollmacht erforderlich.

Besonderheiten: In Vierteln mit Anwohnerparkzonen (Eimsbüttel, St. Pauli, Ottensen) wird genauer geprüft.

Halteverbot in Hamburg →

München

In München ist das Mobilitätsreferat die zentrale Straßenverkehrsbehörde. Es gibt kein Bezirkssystem wie in Berlin. Die empfohlene Vorlaufzeit beträgt 3 bis 4 Wochen, die Bearbeitungszeit ca. 10 Arbeitstage.

München veröffentlicht keine festen Gebührensätze. Die Kosten richten sich nach Aufwand und Dauer.

Besonderheiten: Zentral organisiert (ein Amt für die ganze Stadt). Strenge Durchsetzung mit hoher Abschleppquote.

Halteverbot in München →

Köln

In Köln ist das Amt für öffentliche Ordnung zuständig. Die Bearbeitungszeit beträgt 3 Wochen, bei komplexen Anträgen bis zu 4 Wochen.

Die Gebühr für eine mobile Halteverbotszone beträgt 36 EUR am ersten Tag und 18 EUR für jeden weiteren Tag. Für ein einzelnes Fahrzeug: 28 EUR erster Tag, 14 EUR je Folgetag. Eine Ortsbesichtigung kostet 48 EUR, eine Änderung 8,50 EUR.

Besonderheiten: Rund um Karneval steigt das Antragsaufkommen. In dieser Zeit mehr Vorlauf einplanen.

Halteverbot in Köln →

Frankfurt

In Frankfurt am Main ist das Straßenverkehrsamt zuständig. Die Mindestvorlaufzeit beträgt 14 Tage, die Bearbeitungszeit bis zu 2 Wochen.

Die Gebühr beträgt 45 EUR für bis zu einer Woche. Eine Verlängerung kostet 50 % Aufschlag.

Besonderheiten: Im Bankenviertel und der Innenstadt gelten strenge Parkregeln. Die Genehmigung kann dort länger dauern.

Halteverbot in Frankfurt am Main →

Was ist überall gleich?

Trotz der Unterschiede gibt es bundesweite Standards laut StVO:

RegelBundesweit einheitlich
Vorlaufzeit Schilder (mind. 3 Tage)Ja
Zeichen 283 / 286Ja, identisch
Abschlepp-RegelnJa (StVO § 12)
BußgelderJa (Bußgeldkatalog)
Zusatzschilder-SystemJa, bundeseinheitlich

Tipps für den Umzug zwischen Städten

Wenn Sie von einer Stadt in eine andere umziehen:

  1. Zwei Halteverbote beantragen an der alten und neuen Adresse
  2. Unterschiedliche Behörden: Jede Stadt hat eigene Ansprechpartner
  3. Verschiedene Gebühren: Beide Kosten einkalkulieren
  4. Zeitversatz: Beide gleichzeitig beantragen, aber unterschiedliche Bearbeitungszeiten beachten
  5. Dienstleister: Manche Anbieter organisieren Halteverbote in mehreren Städten aus einer Hand

Häufige Fragen

Ist ein Halteverbot in einer Kleinstadt günstiger? Meist ja. Kleinstädte haben oft niedrigere Verwaltungsgebühren. Allerdings ist das Online-Angebot oft schlechter und die persönliche Vorsprache nötig.

Gelten die gleichen Bußgelder überall? Ja. Der Bußgeldkatalog ist bundeseinheitlich. 25 EUR für Parken im Halteverbot gelten in Berlin genauso wie in Freiburg.

Welche Stadt ist am schnellsten bei der Bearbeitung? Schwer zu verallgemeinern. Die tatsächliche Dauer hängt von der Auslastung ab. Hamburg verlangt mindestens 14 Tage Vorlauf, Berlin empfiehlt 6 Wochen.

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